Das war am 3. Juli 2009 um 8.30 Uhr auf dem Bahnsteig in Menden. Ich breche mit “Sack und Pack” auf zu unserer großen Main-Radtour mit meinen Berliner Freunden. Aber zuerst fahre ich mal nach Coburg.
Dort bin ich bei Maria und Friedrich zu Gast. Ich besuche auch Gertrud in Lützelbuch und meine anderen Geschwister und Schwager, die in Grub und Coburg wohnen. Es ist Sonntagnachmittag gegen 15 Uhr und ich verabschiede mich.
Auf dem Weg durch den Lichtenfelser Forst überquere ich die neue Autobahn Thüringen-Franken. Vor gut einem Jahr bin ich hier geradelt, kurz bevor dieses Teilstück ins Maintal freigegeben wurde.
Es ist 16.26 Uhr und ich stehe auf dem Bahnhof in Lichtenfels. Eben ist der Zug aus Berlin/Naumburg eingefahren.
Nun werden alle herzlich begrüßt, als Erster Manfred S.
Dann folgen Jörn und Manfred K. - Und schon geht die Tour los.
Während ich mich noch bei meiner Verwandtschaft befinde, sind meine Kollegen im Zug von Berlin-Naumburg-Lichtenfels unterwegs. Hier sitzen sie in einem IC. Es gibt eine eigene Farradbox. Die Radler können sich derweil bequem in den Polstersitzen räkeln.
Auf der Fahrt nach Naumburg
Das muss wohl beim Unsteigen irgendwo unterwegs gewesen sein.
In Lichtenfels machen wir noch eine Runde um den Markt. Ein typischer kleinstädtischer Marktplatz im Oberfränkischem.
Wir sind uns einige, dass wir Vierzehnheiligen einen Besuch abstatten. Dieser Prozessionsweg vom Bahnhof hier herauf ist mir seit Anfang der 50er Jahre sehr vertraut. Vielemale pilgerte ich bei Vertriebenen-Wallfahrten oder privat hier hinauf.
Das letzte Stück verlangt einem alles ab. Bei diesem Gepäck!
Beim Eingang zur Kirche dieses Hinweisschild.
Ich habe viele Erinnerungen an diesen Ort aus meiner Coburger Zeit von 1946 bis 1955.
Die barocke Orgel oben und das Heiligtum als Insel in der Mitte.
Stilleben mit Apfel - an der Mauer zum Maintal. Links das Bildungshaus, unten im Tal Lichtenfels. Links im Bild erkennt man die neue Autobahn, die aus dem Maintal hinauf zum Lichtenfelser Forst führt und dann weiter über Rödental nach Thüringen. In der Mitte am Horizont die Veste Coburg.
Unsere Selbstportrait-Maschiene ist am Werk. Wie das Ergebnis zeigt, mit Erfolg.
Kirschenernte im Angesicht von Kloster Banz.
Abendessen im Gasthof "Drei Kronen", Zapfendorf (Tagesziel erreicht)
Hier sind wir am fast berühmtesten Punkt Bambergs angelangt, dem Alten Rathaus auf der Pegnitz-Insel.
Selbstverständlich besichtigen wir den Kaiserdom mit dem Reiter.
Der Kaiserdom in seinen gesamten Ausmaßen. Rechts die Alte Hofhaltung.
Der Sarkofak von Heinrich und Kunigunde.
Einige geschichtliche Hinweise.
Unverkennbar der “Bamberger Reiter”.
Die Schwalbennest-Orgel.
Radler müssen auch mal eine Pause machen dürfen.
Und schon sind wir wieder unterwegs in Richtung Haßfurt.
Kleine Verschnaufpause an einem Marterl/Kapellchen.
Wir sind an der Wallfahrtskirche Maria Limbach.
Diese Wallfahrtskirche wurde von Balthasar Neumann gebaut.
Ankunft in Haßfurt (62 km). Tagesziel erreicht. Unser Hotel.
Radler sind herzlich willkommen.
Sind wir hier wirklich bereits in Schweinfurt? Kann sich doch nur um Sand am Mein handeln. Oder?
Kaffeersatz: 3 x Eis (Sand a. Main)
Auch der Innenstadt von Schweinfurt wollen wir einen Besuch abstatten.
Durch ein schmales Gässchen hindurch, in einem "Hinterhof“, finden wir das Kaffee Vorndran (Sollte eigentlich ”Hintendran” heissen“).
Mein Rad steht etwas abseits von den anderen, wird aber derweil von einem schönen Hund gut bewacht.
Gleich nebenan diese wunderschöne Evangelische Kirche.
Das Osterereignis als schönes Altarbild.
Das ist der Fortschritt. Wird aber immer fraglicher. - Grafenrheinfeld
“Immer nur weiter, auf staubiger Straß..... uns geht die Sonne nicht unter.”
Irgendwo zwischen Schweinfurt und Volkach: Ein riesiges Hotelschiff in der Schleuße.
Solche informative Tafeln gab es viele entlang dem Radweg. Leider konnten wir (oder wollten) nicht an jeder Tafel stehen bleiben. Aber andererseits geben diese Informationen viel Aufschluß über Kultur und Geographie dieser Gegend.
Nun sind wir an der Weinbergskapelle bei Volkach.
Da gibt es die berühmte Riemenschneider “Madonna im Rosenhag” , die wir unbedingt anschauen wollen.
Der Anstieg ist etwas unbequem.
Hier gibt es nichts zu kommentieren.
Schon geht es weiter nach Volkach.
Das ist das Aushängeschild unseres Gasthauses.
Wir sind unmittelbar vor Escherndorf. Da gibt es den “Lump“ . Wir beschließen den Aufstieg zur Vogelsburg.
Bekannter“ Kreuzschlepper”, 1701, am Weinbergsweg zur Vogelsburg.
Abstieg von der Vogelsburg. Das Abendessen wartet- und natürlich ein guter Wein
Diese Tafel gibt Aufschluß über die Geologie in dieser Ecke.
Es hat uns gut gefallen, aber trotzdem müssen wir weiter. Wir packen unsere Siebensachen.
Das Benediktinerkloster Münsterschwarzach in Sicht. Es regnet leicht.
Auch dieser Anblick birgt für mich viele Erinnerungen.
In den 50er Jahren war ich mit unserer Jugendgruppe öfters hier. Auch hatten wir hier in 1990 einmal ein Choral-Schola-Wochenende von Hl.Geit-Berlin.
Der Eingangsbereich mit den vorderen Türmen.
Hier hat jemand einen Platten. Weil die Fähre im Moment Mittagspause macht, hat Jörn Zeit, den Schaden zu beheben.
Der Wirt hat sich doch dazu entschlossen, (weil es regnete wollte er erst nicht) uns das Mahl im Garten zu servieren.
Fährmann hol über, wir kommen!
Na, wie haben wir das mal wieder hinbekommen!
Hier machten wir eine Pause bei Buletten und indischen Bratkartoffeln.
Zu plastisch gemalt.
Wir sind in Ochsenfurt. Der “Schmied” lädt uns ein zum Bleiben.
Enger geht es wirklich nicht mehr.
Das ist die Evangelische St.Johannes- Kirche.
Das Innere ist recht schlicht, aber klar in den architektonischen Formen und im Anstrich.
Als Gegenpart die Katholische Kirche.
Hier dominiert links das Sakramentshäuschen (übrigens wie hier in vielen anderen Kirchen in dieser Gegend) und ein modernes Gemälde als Altarbild.
Das ist das Rathaus . Interessant ist der Turm mit einem Totengerippe und die wunderschöne Treppe.
Weiter geht es in Richtung Würzburg. Hier machen wir Halt im Torturmtheater Sommerhausen.
Der Eingangsbereich mit vielen Aushängen und Zeitungsartikeln.
Daneben stand die Pfarrkirche mit diesem interessanten Treppenaufgängen am Kirchturm.
Schon ist Würzburg in Sicht. Weil auf dem Berg, sehen wir als erstes die Marienburg.
Gleich nebenan das berühmte “Käppele”.
Die alte Brücke.
Das Innere des Domes.
Der rückwärtige Teil mit der Orgelempore. Es probt gerade ein Jugendchor mit einer Blasmusik.
Das ist die Kirche gleich nebenan. Es wurden die Gemälde über den Bögen der Seitenschiffe erneuert, in moderner Malerei.
Auch in Würzburg selber gibt es viele dieser Info-Tafel. Hier wird auf das Grab des Walter von der Vogelweide hingewiesen.
Fränkische Bratwurst am Markt, Ein Muss!!
Gleich nebenan diese Kriche (Maienkirche).
Balthasar Neumanns “Würzburger Residenz muß auch besichtigt werden. Wir machen eine Führung mit.
Wir haben ein schönes Plätzchen für die Kaffeepause gefunden.
Wir stehen an der Marienburg. Ein imposanter Blick auf Würzburg.
Das ist einer der vielen Innenhöfe.
Der Blick mehr nach Süd-Osten, der Richtung (und dem Verlauf des Main), aus der wir gekommen sind.
Zum Abendessen finden wir uns in den Ratsstuben ein.
Und abends in der Weinstube vom Juliusspital .
Nun verlassen wir bereits Würzburg. Wir haben im “Hotel St.Josef” übernachtet.
Der Weiterweg nach Lohr. Das ist das Kloster Oberzell, ein ehemaliges Zisterienzerinnenkloster. Auch diese Kriche ist von Balthasar Neumann erbaut worden.
Leider brach wieder einmal Regen aus. Hier unter diesem Zeltdach haben wir den Schauer überstanden. - Unser nächstes Ziel war Lohr-Steinbach. Hier waren wir im “Adler” über Nacht. - Übrigens gab es hier eine völlig neue Landschaft. Wald auf beiden Seiten. Die Weingegend ist hier zu Ende.
Wir sind in Himmelstadt. Diese Leute haben sich etwas einfallen lassen. Viele Briefe für das Chistkind kommen hier an. Alle Weihnachtsbriefmarken, die bisheran erschienen sind, werden hier auf Schautafeln beschrieben.
Auch alle Drucke der Blumen-Briefmarken sind hier abgebildet und beschrieben.
Leider heißt es hier Abschiednehmen. Unsere Wege trennen uns hier. - Es ist Samstag, der 11. Juli 2009 um 9.30 Uhr.
Das ist bereits ein Teil der Stadt Lohr auf der rechten Seite des Main.
Der Main in Blickrichtung Süden, in das Mainviereck hinein (Miltenberg).
Nun war unsere Radtour zu Ende. Ich fahre von Lohr nach Menden zurück.
Die Berliner berichten: Im Regionalzug sehr eng .Wenig Platz für die Räder.Trotzdem immer gute Laune.